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Leserbrief zum DZ-Artikel „nachgefragt“ vom 26.11.2010  „UHL WILL KLAGEN“

Widerstand besteht nicht aus einzelnen Personen

Die Aussagen von Dr. Linke, Projektplaner der Fa. Uhl Windkraft, unterstellen, die Wittislinger würden nach dem St. Florians-Prinzip handeln und die Bürger selbst seien nicht fähig, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Hr. Linke selbst handelt anscheinend nach dem Prinzip
nicht hören, nicht sehen, nicht sagen.“

 

Er hört nicht,
dass die Stimme des Widerstandes nicht aus einzelnen
Personen besteht, sondern aus mehreren hundert Bürgern,
die diesem „windigen“ Projekt nach Abwägung der Fakten kritisch gegenüber stehen.

Taub scheint er auch gegenüber dem Landratsamt,
dessen Gutachten eindeutig belegen, dass dieses
Projekt nicht genehmigungsfähig ist!

 

Er sieht nicht,
dass die geplante Windfarm das Naherholungsgebiet
Wittislinger Trimmpfadwald, nachhaltig schädigen würde.

Blind scheint er auch zu sein gegenüber den
haarsträubenden Mängeln der eigenen (Gefälligkeits-) Gutachten,
auf die der Bund Naturschutz zu Recht aufmerksam machte.

 

Er sagt nicht,
dass die versprochenen Windmessungen nie gemacht wurden,
der manipulierte Knebelvertrag die Gemeinde entmündigt
und die Beschlüsse des neu gewählten Gemeinderats
mit beispielloser Arroganz von Uhl abgeblockt und nicht befolgt werden. 

 

…und er träumt anscheinend von Idealzuständen,
indem er im Interview behauptete, „man habe die Öffentlichkeit
jederzeit umfassend informiert“.
Schön wär’s gewesen!

 - Caroline Ehnle-Sharma, Wittislingen



12.12.10  LANGENREICHEN

Landratsamt stellt sich gegen Windrad-Standort

Meitingen Georg Roth, der im Meitinger Ortsteil Langenreichen eine Windkraftanlage errichten möchte, hat nach eigenen Angaben jetzt eine Bauvoranfrage für dieses Projekt beim Landratsamt gestellt. Der neue Standort der Anlage soll an der Hirschbacher Straße zwischen Langenreichen und Hirschbach sein (wir berichteten). Das Landratsamt beurteilt die Sache jedoch negativ.

Umwelt-Abteilungsleiter Stefan Eiblmaier vom Landratsamt bestätigte, dass eine entsprechende Anfrage vorliegt und das Landratsamt dazu auch Stellung genommen hat. Den Charakter eines offiziellen Bescheids habe diese Stellungnahme jedoch nicht.


Augsburger Allgemeine vom 12.12.2010



09.12.2010   ADELZHAUSEN

Klares Nein zum Windpark

Für ein klares „Nein“ zum Windpark Odelzhausen sprach sich der Gemeinderat Adelzhausen aus. Entscheidend für den einstimmigen Beschluss waren dabei die Argumente des Schattenwurfs, des Infra-Schattens, des Eingriffs in die Natur durch Rodung von Wald sowie der Verunstaltung des Landschaftsbildes. Die Gemeinde wäre durch die nur ein Kilometer entfernten Ortsteile Tremmel und Michelau unmittelbar betroffen und will sich solidarisch mit den Bürgern dort zeigen.

Augsburger Allgemeine vom 9.12.2010



Donauzeitung vom 9.12.2010

Rotmilane auf Kollisionskurs mit Windrädern - Symposium


Vor dem Bau jeder Anlage muss die Vogelwelt am Standort untersucht werden

Von Manuela Mayr


Augsburg Windenergie und Naturschutz, verträgt sich das? Die Sorge um Fledermäuse und Vögel ist es oft, die den Bau von Windrädern verzögert oder verhindert. Doch gerade der Bund Naturschutz in der Stadt und im Landkreis Augsburg war Mitveranstal-ter eines Symposiums zur Windenergie, das kürzlich in der Fachhochschule Augsburg vor allem Befürworter zusammenführte.

Neben Wissenschaftlern und Unternehmern waren im nahezu voll besetzten Hörsaal auch viele Kommunalpolitiker vertreten, darunter der Augsburger Landrat Martin Sailer. „Wir stehen hinter der Windkraft“, bekannte er.

Noch müssen die Augsburger 30 Kilometer fahren, um das erste Windrad zu Gesicht zu bekommen, sagte Mitorganisator Raimund Kamm. Doch nachdem auch in Sailers Landkreis Bauanträge vorliegen und es Widerstände gibt, müsse die Regionalplanung überarbeitet werden, so der CSU-Politiker: „Wir können nicht sagen, wir wollen unabhängiger von der Atomenergie werden, aber nichts dafür tun.“

Einen Eindruck von den Hindernissen, die Windkraftprojekten entgegenstehen können, gewannen die Zuhörer durch den Vortrag des Ornithologen Dr. Klaus Handke aus Bremen. Für mehr als 70 Standorte, vor allem in Norddeutschland, habe er die Gutachten zur Gefährdung von Vögeln erstellt. Die Erfahrungen dort seien aber nicht unbedingt auf den Süden übertragbar. Veröffentlichungen zum Thema beziehen sich zumeist auf Küstenregionen. „Über Waldbereiche gibt es noch wenig“, so Handke.

Weil allgemeingültige Aussagen nicht möglich sind, untersuche er ein Jahr lang jeden einzelnen Platz, an dem ein Windrad gebaut oder eine bestehende Anlage erweitert werden soll. Alle Flugbewegungen sämtlicher Vogelarten in einem Beobachtungsradius von zwei Kilometern werden aufgezeichnet. Vier bis acht Stunden liegt Handke am Stück auf der Lauer. Beobachtet werden Brutvögel und Rastvögel auf dem Durchzug, die Scheuchwirkung, die Barrierewirkung und die Gefahr von Kollisionen.

Es habe sich gezeigt, dass das Verhalten von Vögeln derselben Art individuell verschieden sein könne, etwa beim Schwarzstorch. „Viele Vogelarten lassen sich überhaupt nicht stören. Sie brüten am Fuß von Windkraftanlagen.“ Das gelte vor allem für große Anlagen. Die niedrigeren Windräder würden von Vögeln hingegen eher gemieden.

Singvögel sind Handke zufolge kaum gefährdet. Er nannte aber eine Reihe von empfindlichen Arten, darunter die Sumpfohreule, die Wiesenweihe und den Rotmilan, der in Rotorhöhe jage. Im statistischen Durchschnitt müsse pro Anlage im Jahr mit einem toten Vogel gerechnet werden, der in den Sog der Rotoren geraten ist. 40 Prozent davon seien große Vögel, davon jeder Siebte
ein Rotmilan. Einzelne Windräder seien für Vögel jedoch gefährlicher als Windparks, sagte Handke.

Georg Honold aus Neu-Ulm, der seit 1998 in Bayern und Baden-Württemberg 19 Windkraftanlagen realisiert hat, sieht sich dadurch bestätigt. Große, effektive Anlagen mit hohen Masten und großen Flügeln, die ruhiger laufen, seien sinnvoller als viele kleine, sagt er.
Honold verwirklicht Projekte für mindestens vier Investoren und übernimmt dann die Betriebsführung. Zu seinen Kunden zählen Bürgergemeinschaften und die Stadtwerke Augsburg, die bei Heidenheim an einem Windkraftprojekt beteiligt sind. Ins Stocken geraten sind dagegen zwei Planungen im Kreis Dillingen. Zöschingen und Ziertheim wären zwar interessante Standorte, weil der Wind dort stark genug weht. Doch der Gegenwind ist im Moment noch massiver. Auch der Rotmilan spielt dabei eine Rolle.



NEUBURG A.D. DONAU

Windrad verfehlt die erste Hürde

Die Voranfrage für ein weiteres Windrad im kreis Neuburg-Schrobenhausen ist im Burgheimer Gemeinderat gescheitert. Das Gremium verweigerte dem Antrag eines Landwirts aus Ehekirchen das gemeindliche Einvernehmen.

Der Antragsteller müsse das seit seit sechs Jahren ausgewiesene Sondergebiet zur Windkraftnutzung ansteuern, sagt Bürgermeister Albin Kaufmann. Der beantragte Standort zwischen Ortlfing und Leidling gehöre nicht dazu. Der Landwirt - er will eine Zwei-Megawatt-Anlage aufstellen - versucht nun sein Glück über das Landratsamt Neuburg. Lesen Sie morgen mehr im DONAUKURIER (Ausgabe Neuburg). 

 


08.12.2010   BURGHEIM

Kein "Spargelwald" auf Burgheimer Flur

Nach dem Förderstopp für Freiflächenfotovoltaikanlagen boomt auch in Bayern die Windkraft. Vor allem immer mehr Landwirte wollen diesen Trend nicht versäumen. Allerdings sind in küstenfernen Gebieten besonders hohe Masten und größere Rotorblätter nötig, um eine Windkraftanlage rentabel zu machen. Vor diesem Hintergrund beriet der Gemeinderat Burgheim in seiner Sitzung am Dienstagabend über eine Bauvoranfrage eines Bauern aus einer Nachbargemeinde, der rund 800 Meter südlich von Leidling eine Anlage errichten möchte. Der Antrag ging ohne das gemeindliche Einvernehmen weiter ans Landratsamt.

 

Augsburger Allgemeine vom 8.12.2010


ZÖSCHINGEN

Zweifel an Aussagekraft des zweiten Gutachtens

Das Thema Windkraft ist in Zöschingen nach wie vor ein heißes Eisen. In der Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Norbert Schön nun von einem Windkraft-Symposium in Augsburg, an dem er mit einigen Gemeinderäten teilgenommen hatte. Dort habe ein renommierter Gutachter erklärt, dass in Untersuchungen gezeigt werden konnte, dass große Windparks einen „Scheucheffekt“ für viele Vögel hätten. Sie würden die Windparks meiden.

04.12.2010  RENNERTSHOFEN / MARXHEIM

Ergebnisse unbrauchbar

 

Fast ein Jahr haben die Bewohner von Ammerfeld, Kienberg und Burgmannshofen darauf gewartet, dass ein unabhängiger Fachmann den Geräuschpegel des Windrads auf den Anhöhen von Rennertshofen misst. Vor drei Wochen war es endlich soweit. Doch nachdem Ingenieur Reinhard Wunderlich die Messdaten ausgewertet hat, kommt nun das ernüchternde Ergebnis: Die Ergebnisse sind nicht brauchbar.

Augsburger Allgemeine vom 4.12.2010

 


28.11.2010   ADELZHAUSEN

Sie verteidigen ihre Heimat

Eine Bürgerinitiative (BI) gegen die Windkraftanlage im Adelzhausener Wald will den Widerstand organisieren. Viele Betroffene haben sich zusammen getan, um ihre Heimat zu verteidigen.

Die Generation der 30- bis 40-Jährigen vor Ort hat Familie und kennt ihr Umfeld und dessen Entwicklung seit Jahrzehnten. Alle sehen täglich die Auswirkungen und Folgen zunehmenden Verkehrs, Autobahnausbaus, brachialen Forstumbaus nach der Staatsforstreform und der Zersiedelung ländlichen Raumes mit neuen Gewerbegebieten. Bereits vor Jahrzehnten hat eine Studie prognostiziert, dass der Raum zwischen Augsburg und München zusammenwachsen wird. Dieser Prozess läuft. Das Problem: In dem Gebiet treffen mehrere Gemeinden, Landkreise und Regierungsbezirke aufeinander. Der Infoaustausch und die Zusammenarbeit ist dementsprechend gering und oft unmöglich.

MERKUR.Online.de vom 28.11.2010

 


Ende einer "windigen Angelegenheit"?

10.5.2010   Pressemitteilung des Landkreises Dillingen

Der Bau eines Windparks mit drei Windkraftanlagen in der
Gemarkung Wittislingen ist nicht genehmigungsfähig.

Zu dem Ergebnis kam das Landratsamt Dillingen bei der Prüfung
der Genehmigungsfähigkeit insbesondere auf Grund der eindeutigen
artenschutzrechtlichen Beurteilung durch die Regierung von
Schwaben. In einer ausführlichen Stellungnahme hat die
Regierung von Schwaben die zu erwartenden Auswirkungen der
drei Anlagen auf den Artenschutz im Rahmen einer
artenschutzfachlichen und –rechtlichen Gesamtbewertung gewürdigt.

Danach ist das Vorhaben, so die zuständige Juristin am
Landratsamt, Regierungsdirektorin Christa Marx, vor allem mit
den artenschutzrechtlichen Anforderungen für den Vogelschutz
nicht vereinbar und deshalb nicht genehmigungsfähig.

Die Regierung von Schwaben begründet ihre ablehnende Haltung
insbesondere damit, dass beispielsweise für Rotmilan, Uhu,
Seeadler, Baumfalke und Wespenbussard ein erhebliches
Totschlagsrisiko durch Rotoren nicht ausgeschlossen werden
könne und zudem für Baumfalke, Seeadler und Wespenbussard ein
erhebliches, nicht zu umgehendes Störungsrisiko bestehe.

Zudem sei das betreffende Waldgebiet Teil eines Großlebensraumes
mit
einem schwabenweit herausragenden Bestand an Großvogelarten,
insbesondere von Greifvögeln und Eulen.

Auf Grund der ausgeprägten Kammlage sei mit signifikant erhöhtem
Kollisionsrisiko für hoch kreisende Großvögel zu rechnen, so
die Regierung von Schwaben. Wegen der von den Anlagen
ausgehenden Gefahren und Beeinträchtigungen für eine Reihe
Brutvögeln im Nahbereich der geplanten Anlagen werden
Verbotstatbestände nach dem Bundesnaturschutzgesetzt verletzt,
die unüberwindbar seien.

Wegen der eindeutigen Stellungnahme der Regierung von Schwaben,
so Christa Marx, beabsichtige das Landratsamt den
Genehmigungsantrag auf Errichtung der drei Windkraftanlagen in
Wittislingen abzulehnen.

Nach den Vorgaben des Verwaltungsverfahrensrechts muss
dem Antragsteller vor Erlass des ablehnenden Bescheides allerdings
Gelegenheit gegeben werden, sich zum geplanten Vorgehen der
Behörde zu äußern und ggf. den Antrag auf Genehmigung zurück
zu nehmen.

Deshalb sei mit dem Erlass eines Bescheides voraussichtlich erst in
einigen Wochen zu rechnen.

 - gez. VA Peter Hurler -

 




Sa./So. 1./2.Mai 2010  Wittislingen bekommt endlich sein Windrad!!

Leider nur bis 7:45 Uhr morgens, als der Bürgermeister es
höchst persönlich abmontierte.


Maischerz WittislingenWindrad-Maischerz



Fr. 19.02.2010  Sensationelle Enthüllungen in der TAZ:
  • WINDIGE GESCHÄFTE   taz 19.02.2010 ►  hier lesen

  • SCHWINDEL MIT GRUENEN GELDANLAGEN
           - RISIKOGESCHÄFTE MIT WINDPARKS
       taz 19.02.2010 ►  hier lesen

Dass derartige Artikel, in dem die Machenschaften der WKA - Projektentwickler am Beispiel Provento recht eindrucksvoll geschildert worden sind, in einem "linksorientierten Blatt" beschrieben worden sind,  kann man als eine kleine Sensation bezeichnen.

Die Erfahrungen in letzter Zeit lassen erkennen, dass derartige Meldungen auf die Entscheidungsträger in den Gemeinden und in den Genehmigungsbehörden bisher kaum einen Einfluss ausüben. Zu sehr sind sie von den Propaganda-Sprüchen der Windlobby und der sie unterstützenden Politiker und der NGO (BUND, DNR, NABU, Greenpeace u.v.a) infiltriert.


Doch Artikel wie diese setzen endlich belegbare und nachvollziehbare Fakten entgegen.

Denn zahlreiche Kommunalpolitiker glauben vor allem an den vermeintlich großen Geldsegen, den die Windräder in den Gemeindesäckel wehen werden. Kritische Hinweise und Warnungen, dass in den meisten Regionen Bayerns die Windhöffigkeit zu gering ist, um die sog. "WKA Stromerzeugungs -Refernzerträge" nach EEG erwirtschaften können, werden total ignoriert.
(So auch in Wittislingen und im Landratsamt Dillingen)


Man erhält in der Regel nur die stereotype Antwort :

"Wenn die Wirtschaftlichkeit der WKA nicht gegeben wäre,
würden sie die WKA - Projektanten erst gar nicht den Bau
in der Gemeinde vorgeschlagen.

       Schön, wenn dem wirklich so wäre!!!!


Der anfangs erwähnte TAZ - Artikel "Risikogeschäfte mit Windparks 19.02.2010"
lässt jedoch erkennen, dass derartige Aussagen mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmen.

Der geschilderte Fall "Prokon" könnte möglicherweise die "Spitze vom Eisberg" sein.

Die in  den Prospekten und in Werbe-/ Propaganda-Veranstaltungen genannten Jahreserträge sind meistens aus der Luft gegriffen. Die Gutachten von Planungsbüros sind erfahrungsgemäß oftmals reine Gefälligkeitsgutachten, die keine solide Basis haben.

                                                                                                                                        

In dem TAZ - Beitrag wird auf die Verschlechterung der sog.mittleren Windjahre hingewiesen.

Dazu einige Zahlenangaben: 

Nutzungsgrad für alle deutschen WKA :
   2007 : 1834 h/a / 8760 h/a =  ca. 0,21
   2009 : 1465 h/a / 8760 h/a =  ca. 0,167

Der Nutzungsgrad aller ca. 370 WKA
in Bayern lag im Jahr 2009
bei ca. 0,125 , also um ca. 34 % niedriger
als im Bundesdurchschnitt.

hier nachzulesen




Di. 09.02.2010  
Öffentliche Petition

heute ist endlich unsere Öffentliche Petition "Mindestabstände von Windkraftanlagen" vom Petitions-Ausschuß des Deutschen Bundestages im Internet veröffentlicht worden.

Alle Informationen bzgl. Mitzeichnung finden Sie ► hier
und auch unter www.pfarrwald-haunsheim.de


Mo. 11.01.2010   19:00 Uhr  Feuerwehrhaus Ammerfeld

Nach Bürgerprotesten gegen das WKA in Kienberg lädt das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen zur Informationsveranstaltung:

"Mögliche Lärmbelästigung durch Windkraftanlagen"   Bericht Donaukurier

An diesem Abend soll anschaulich darüber informiert werden, wie Lärm gemessen wird und was welche Größenordnung bedeutet.



EIN GUTES NEUES JAHR 2010 voller Gesundheit & Glück!

Liebe Mitstreiter,

dieses Jahr war für viele von uns negativ geprägt vom zähen Ringen
um den Erhalt unseres Naherholungsgebietes.
Das Anrennen gegen behördliche und vor allem geistige Mauern
war kräftezehrend, arbeitsintensiv und nervtötend.

Doch wie so oft im Leben kann man auch hier den negativen Seiten Positives abgewinnen:

Das Streben nach einem gemeinsamen Ziel lies uns zusammenkommen.
Bekanntschaften und Freundschaften wurden geschlossen.
Ein wertvolles Gut in dieser rastlosen Zeit, in der Menschen oft nur
nebeneinander her hasten aber nicht miteinander reden.


DANKE
für all die Unterstützung, die unsere Bürgerinitiative erfahren hat,
durch Euren Einsatz, Eure Zeit, Eure Spenden, Eure Ausdauer und den beständigen Zuspruch.


Di. 01.12.2009  Gemeinderatsitzung Wittislingen

Auf die Anfrage des Heilig-Geist-Stift Dillingen an die Gemeinde Wittislingen, wie es die Anfrage der Fa. Uhl Ellwangen wegen Übernahme der Abstandsflächen zu dem Windrad nahe dem Beuttenstetterhof bescheiden soll gibt der Gemeinderat Wittislingen folgende Empfehlung ab:

Der Gemeinderat Wittislingen empfiehlt dem Heilig-Geist-Stift Dillingen,
die Abstandsflächen nicht zu übernehmen!
Abstimmungsergebnis 10 : 3  (in Abwesenheit von 2 Räten)


Gegen diese Empfehlung waren:   Bürgermeister Hr. Hörl (FUW),  Gemeinderäte Hr. Wenger(FUW), Hr. Waltl
(FW)


Sa. 28.11.2009  Augsburger Allgemeine, Landkr. Neuburg

Windrad Rennertshofen-Ammerfeld sorgt weiter für viel Wirbel - Von Claudia Stegmann lesen Sie hier den ganzen Bericht


Do. 19.11.2009  SWR Fernsehen   "Irrwege im Umweltschutz"

Irrweg Windenergie? Von Scarlet Löhrke      

Verpasst? Kein Problem! Einfach HIER klicken und Video anschauen!

lesen Sie hier den ganzen Bericht

So. 15.11.2009  Bayerisches Fernsehen   "Aus Schwaben und Altbayern"

Download des Videos auf YouTube hier

Obwohl als objektiver Bericht angekündigt, wurde daraus leider nur eine erschreckend einseitige Sendung über den Windpark Wittislingen.
Schade um das interessante, facettenreiche Thema, das viele Menschen interessiert.

Wichtige Aspekte W A R U M wir gegen dieses Projekt sind kamen so gut wie überhaupt nicht zur Sprache.
Im Gegenteil wurde der Artenschutz am Schluß sogar fast ins Lächerliche gezogen!

Dafür durften sich zufällig? vorbeikommende Jogger ausschließlich für die Windräder aussprechen.
Hr. Uhl durfte unsere Bedenken "in den Wind" zerstreuen.
Bürgermeister Hörl diffamierte die eigenen Bürger - zumindest wenn sie der Bürgerinitiative angehören.

Als Krönung gab es noch die Falschaussage, die BI habe die "Vorschläge des Investors" die WKAs niedriger zu bauen und die Bürger an einem Bürgerwindrad zu beteiligen, nicht überzeugt.

Tatsache ist: Es gab n i e m a l s solche Vorschläge!! - zumindest nicht an die Bürgerinitiative.

Außerdem möchten wir richtigstellen, dass es sich bei der Fa. Uhl den Projektanten handelt und nicht um den Investor und auch nicht um den Betreiber! Also um denjenigen, der auf alle Fälle verdienen wird - und dann weiterzieht.

Das wichtigste am ganzen Bericht war offensichtlich, dass ein Bankangestellter der ganzen Welt kundtun konnte, dass seine ganze Familie incl. aller Töchter und Enkel in Windkraft investiert hat und mit einer Rendite von 5% rechnen darf.

Herzlichen Glückwunsch!



Do. 12.11.2009  Brief des Landratsamt Dillingen  

Aufgrund unserer Nachfrage teilt das Landratsamt Dillingen uns mit,
daß WINDMESSUNGEN "nicht Gegenstand des Prüfungskatalogs im Genehmigungsverfahren" sind.

d.h.  im LRA wird zwar über den Standort entschieden,
aber ob da evtl. nur ein laues Lüftchen weht, ist völlig wurscht!

 - Verkehrte Welt -


30.8.2009     Meldung in Radio RT1 Nordschwaben

"Im Streit um den Bau von drei Windrädern in Wittislingen wird es keinen neuen Bauantrag geben.
Das habe ein Gespräch zwischen Bürgermeister Roland Hörl und der Investorfirma Uhl ergeben.
Es gebe für Uhl keinen Grund etwas zu ändern,
weil etwa eine Verschiebung nach Norden wegen des schlechten Untergrunds nichts bringe,
so der Rathauschef im Telefonat mit unserem Sender.

Der Gemeinderat hatte dagegen gefordert festzuschreiben,
dass es maximal drei Windräder und eine Null-Toleranz-Grenze
bezüglich des Schlagschattens geben soll.
Nun muss das Landratsamt über den ursprünglichen Antrag entscheiden,
den der Gemeinderat mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt hatte.
Spätestens Anfang November soll es, laut Hörl, ein Ergebnis geben."

       Siehe dazu: Amtsblatt Artikel der BI vom 18.09.09


28.07.09:  Gemeinderatssitzung Wittislingen

 Stellungnahme zum neuen Bauantrag der Fa.Uhl mit 3 WKAs

 Gefasster Beschluss:

Mit 8:7 Stimmen lehnt die Gemeinde Wittislingen den vorliegenden Bauantrag ab!

A b e r - Es soll eine neuer Bauantrag verfasst werden, diesmal in genauer Abstimmung mit der Gemeinde. Die 3 Standorte werden zusammen festgelegt und zwar n u r 3! Mit einer Null-Toleranzgrenze bzgl. Schlagschatten.

Die "Öffentlichen Belange", die dem Bauantrag entgegenstehen wurden nicht berücksichtigt.

Siehe dazu: Amtsblatt Artikel der BI vom 31.07.09

Die Entscheidung gestern war nur ein kleiner Aufschub, bevor Fa. Uhl die nächste Runde einläutet.
Denn die meisten Gemeinderäte wollen unbedingt die 3 WKAs haben!
Nur nicht im engen Korsett der Vorgaben von Uhl. Sie möchten mehr Mitspracherecht auf dem eigenen Gemeindegebiet.

D a s war wohl der wirkliche Grund, warum gestern abgelehnt wurde!!

Denn wenn die Räte ernsthaft daran gedacht hätten, das ganze Projekt für immer zu kippen, hätten sie "öffentliche Belange" gegen den Bauantrag angeführt. Diese sind zur Genüge vorhanden, wie Bürgermeister Ott in seiner Sitzung am 16.7.09 in Haunsheim bewiesen hat.

Doch diese Argumente wurden völlig ignoriert.


Lediglich Gemeinderätin Stoll sprach davon:

"Die artenschutzrechtliche Prüfung ist unvollständig! Das ist ein Grund zur Ablehnung des Bauantrages!"

Gemeinderat Hertwig:
"Ich wiederhole, was ich in der letzten Sitzung bereits betont habe:
Das Geschäftsgebahren von Uhl ermöglicht keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe! Eine gemeinsame Verhandlungsbasis ist hier nicht gewährleistet.

 

Gemeinderat Lemmer:

"Da steht immer noch "mindestens 3 und weniger als 6 WKAs" und immer wieder das Wort "zurückgestellt"… Mit Geld ist alles möglich. Man muss da vorsichtig sein. Uhl wird dann eben WKAs auf Privatgrund bauen.

Der Bauantrag hat viele Mängel. Er wurde dem Gemeinderat nie richtig vorgestellt. Einen 2.Reinfall möchte ich nicht mehr erleben. Das reicht jetzt! Diesmal lese ich die Gutachten ganz genau. ...Da steht, das Landschaftsbild wird über 5 km erheblich beeinträchtigt. Der Bauantrag muss wasserdicht sein, dieser hier muss abgelehnt werden. Ich lasse mir das Ding nachher nicht um die Ohren hauen, wie es jetzt schon 3 x passiert ist."

 

Gemeinderat Kleebauer:

"Die Wurzel allen Übels ist dieser Vertrag! Uhl lenkt auch nicht ein, sondern sitzt am längeren Hebel.

Hätte mehr erwartet von einem Geschäftspartner..."

 

Der eigentliche Beschlussvorschlag von Bgm. Hörl, dem vorliegenden Bauantrag zuzustimmen, kam nicht zur Abstimmung.

Man folgte mit 15:0 Stimmen der rechtlichen Empfehlung des Landratsamtes, den Bürgerentscheid aufgrund des bestehenden Vertrages abzulehnen.

 



19.07.09  Haunsheim:

Streicherkonzert des Ensembles „Saitenwind“ unter Leitung von Hans Eller, Wittislingen
Das Waldkonzert am Haunsheimer Hochbehälter begeisterte ein breites Publikum mit Klängen von Haydn und Mozart.

DZ 23.07.09: "Das Konzert in freier Natur hatte einen sehr aktuellen Hintergrund, denn unweit des herrlichen Fleckchens am Waldrand mit Blick auf das Donautal sollen in Bälde mindestens drei Windräder inmitten des Waldgebietes aufgestellt werden."

 


16.07.09  Gemeinderatssitzung Haunsheim:


Einstimmige Ablehnung des nachbarschaftliches Einvernehmens zum Windpark Wittislingen.
Die Begründungen für die Ablehnung zusammengefasst:

 

  • Erschließung der Wege sei nur teilweise gesichert. Auf eine Verbreiterung der Wege bestehe kein öff.-rechtlicher Anspruch.
  • Die WEA 3 habe ihren Standort im Graureiher-Schutzbereich und sei somit nicht genehmigungsfähig.
  • Die vom Bundesamt für Naturschutz herausgegebenen Empfehlungen bezüglich der Abstände von WKA zu Horten bzw. Revierzentren von Vögeln würden trotz Umplanung wiederum nicht eingehalten. Streng geschützte Vogelarten …befänden sich innerhalb der vom BfN empfohlenen Abstände.
  • Das von Natur geprägte Landschaftsbild werde durch die enorm hohen Anlagen und die exponierte Lage stark beeinträchtigt.
  • Die Gemeinde Haunsheim fordere die Einhaltung einer Abstandsfläche in Höhe der Windenergieanlagen zu gemeindlichen Grundstücken.
  • Der Rotor der WKA 2 rage über einen gemeindlichen Feldweg hinaus. Die Gemeinde Haunsheim lehne strikt ab, dass die Anlage so errichtet wird. Von der Anlage könnten Gefahren für den Verkehr, vor allem für den Fußgängerverkehr entstehen. Das Abbrechen von Rotorteilen und sog. Eiswurf seien nachweislich belegbare Gefahren, die … nicht hinnehmbar seien.
  • Der Antragsteller müsse einen Plan mit den genauen Rodungsflächen vorlegen.
  • Von der Unteren Naturschutzbehörde sei zu prüfen, ob für die notwendigen Rodungen eine Naturschutzausgleichsfläche hergestellt werden müsse. Dies sei bisher aus dem Bauantrag nicht ersichtlich.
  • Aufgrund der im erstmaligen Antrag dargestellten Kurvenradien der Baufahrzeuge (vor allem für die Anlieferung der Rotorblätter) ergäben sich sehr große Wegeflächen in den Kurvenbereichen. Eine genaue Festlegung der Fläche sei aufgrund der fehlenden Bemaßung in beiden bisher gestellten Bauanträgen leider nicht möglich.


13.07.09  Meldung in der Donau-Zeitung:


"Das von der „Bürgerinitiative für den Erhalt der Lebensqualität in Wittislingen“ initiierte Bürgerbegehren, das zum Ziel hat, den Gemeindewald in Wittislingen nicht für die Errichtung von Windkraftanlagen zu verpachten, ist unzulässig.

Der Grund dafür liegt in dem bereits am 6. Februar 2008 zwischen der Marktgemeinde Wittislingen und dem Investor wirksam abgeschlossenen und nicht kündbaren Standortsicherungsvertrag. Zu diesem eindeutigen Ergebnis kam das Landratsamt Dillingen im Rahmen der rechtsaufsichtlichen Prüfung des von Bürgermeister Roland Hörl beanstandeten Beschlusses des Gemeinderates Wittislingen vom 16. Juni 2009."   Nachzulesen in der Donau-Zeitung

 


 

07.07.09 Gemeinderatssitzung Wittislingen

Der neue Bauantrag der Firma Uhl über Neuerrichtung eines Windparks mit 3 anstatt 5 Anlagen liegt bei der Gemeinde Wittislingen zur Stellungnahme vor. (Diese wurde vertagt auf 28.Juli 2009)

Die Forderung der Gemeinderäte, 3 WKAs weiter hinten im Wald und insgesamt niedriger zu planen, wurde leider n i c h t berücksichtigt.

"ZURÜCKGESTELLT" wurden lediglich das WKA Nr. 5 (Haunsheim verweigerte die Zustimmung und das Wegerecht) gestrichen und Nr.1 auf dem Privatgrund von Bauer Riess.

Neuer WKA Lageplan Windpark Wittislingen

Unsere Befürchtung (und auch die einiger Gemeinderäte), dass der neue Antrag mit 3 WKAs nur der Beginn einer "Spargelinvasion" ist, bekräftigt Franz Uhl selbst in seiner Aussage gegenüber der Donau-Zeitung am 01.07.09:

 „Wir haben das gemeindliche Einvernehmen für fünf Windräder.“

Damit beruft er sich auf einen Beschluss des Gemeinderates vom März 2008. Uhl will nun zunächst abwarten und erst einmal drei Anlagen bauen. Seiner Erfahrung nach legen sich die Proteste, wenn die Räder in Betrieb sind: „So wird es auch in Wittislingen sein.“  Nachzulesen in der Donau-Zeitung 




22.06.09  Offener Brief  (download)


In Anbetracht der Ungereimtheiten bzgl. des Vertrages, und der Aussicht auf künftig geplante "nicht öffentliche" Gemeinderatssitzungen zum Thema Windkraft, sind wir der Meinung: "Jetzt reicht's aber!"


Da über die Geschehnisse nicht nur die Räte, sondern ALLE BÜRGER der Gemeinde informiert werden sollten, stellen wir die Öffentlichkeit eben selbst her und verteilen unseren "Offenen Brief" in der Gemeinde.

Demokratie lebt von der Mitarbeit ihrer Bürger.
Eine Voraussetzung, um sich zu engagieren, ist WISSEN.
Nur wer im grundsätzlichen Bescheid weiß über die Mechanismen und Institutionen im demokratischen Staat, kann sich einbringen. Deshalb zählt die Vermittlung dieses Wissens zu den wichtigsten Aufgaben der politischen Bildung, deren Ziel die mündige Bürgerschaft ist. Gelebte Demokratie beinhaltet auch die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute beugen zu müssen!



Sollte unsere Gemeindeführung dabei bleiben, die Öffentlichkeit künftig beim Thema Windkraft auszuschliessen, bewegt man sich gesetzlich auf sehr dünnem Eis!


  • Bayerische Gemeindeordnung:   Art. 52 Öffentlichkeit

(1) Zeitpunkt und Ort der Sitzungen des Gemeinderats sind unter Angabe der Tagesordnung, spätestens am dritten Tag vor der Sitzung, ortsüblich bekanntzumachen. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Gemeinderats.

(2) Die Sitzungen sind öffentlich, soweit nicht Rücksichten auf das Wohl der Allgemeinheit oder auf berechtigte Ansprüche einzelner entgegenstehen. Über den Ausschluß der Öffentlichkeit wird in nichtöffentlicher Sitzung beraten und entschieden.

(3) Die in nichtöffentlicher Sitzung gefaßten Beschlüsse sind der Öffentlichkeit bekanntzugeben, sobald die Gründe für die Geheimhaltung weggefallen sind.

(4) Die Sitzungen haben in einem der Allgemeinheit zugänglichen Raum stattzufinden.


 



16.06Keine Demokratie bei Windkraft.09   Gemeinderatssitzung Wittislingen:

BÜRGERENTSCHEIDE, VERTRÄGE
      UND ANDERE MERKWÜRDIGKEITEN

 

DER BÜRGERENTSCHEID:  

In der Gemeinderatssitzung vom vergangenen Dienstag (16.6.09) wurde vom Wittislinger Rat mit 12:2 Stimmen der Antrag für einen BÜRGERENTSCHEID bewilligt.
(Gegenstimmen: Hr. Bürgermeister Hörl und Stellvertreterin Fr. Wengert). 


Nachdem aber schon im Vorfeld klar war, dass das Landratsamt den Entscheid nur zulassen kann, wenn er gegen keinen bestehenden Vertrag verstößt, drängt sich uns der Eindruck auf, dass bei einer Reihe von Räten diese Entscheidung aus reinem Populismus gefällt wurde, nach dem Motto:
„Ich kann leicht dafür sein, der Antrag wird sowieso nicht zugelassen.“

 

Anders ist nicht zu verstehen, warum die gleichen Räte diesen Vertrag später, in der nochmaligen Diskussion nicht gekündigt haben, was eine Voraussetzung für die Zulassung des Bürgerentscheids darstellt. 

 


DER VERTRAG:
  Merkwürdigkeiten ohne Ende!


Wie Hr. Lemmer und Fr. Fink nachwiesen, wurden nach dem Gemeinderatsbeschluss vom 22.1.08 im Vertrag Inhalte verändert, ohne Mitteilung an die Räte.

(z.B. Vorverlagerung der Gültigkeit um einen Monat, so dass keinerlei Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten; Ausweitung des Aufstellungsgebietes für die Windräder von 30ha auf die Gesamtfläche von 97ha…).

Zudem wurden auch noch bedeutende Anlagen zum Vertrag geändert. Diese sind laut Auskunft der Verwaltung nicht mehr auffindbar!
Das sollte uns bei einem Projekt über ca. 17 Millionen Euro zu denken geben.

 

Die Gemeinderäte hatten ursprünglich eigentlich nur einem Vertrag zur Windmessung zugestimmt, als möglicher Standort war der hintere Bereich im Wald vorgesehen, abseits der Wohnbebauung. Die Fa. Uhl hat sich nachweislich nicht an vertraglich festgelegte Vereinbarungen gehalten (z.B. wurden die Windmessungen nie durchgeführt) und ist auch sonst einer Reihe von Beschlüssen nicht nachgekommen bzw. hat gegen sie gehandelt.

 

FASSEN WIR MAL ZUSAMMEN:   Wir haben einen Vertrag, der irregulär verändert wurde, dessen Anlagen nicht auffindbar sind,  dessen Bedingungen nicht eingehalten wurden…

      … und die Mehrheit der Gemeinderäte lehnt es ab, ihn überprüfen zu lassen?  WARUM?

 

 

Wir machen uns langsam Sorgen: 

Entscheidungen im Gemeinderat sollten nicht aus Gründen einer Parteidisziplin gefällt werden, ebenso sollte eine mögliche Befangenheit wie z.B. durch Zugehörigkeit zum Energieverein ausgeschlossen sein!

 „Die gemeindliche Verwaltungstätigkeit muss mit der Verfassung und den Gesetzen im Einklang stehen.
Sie darf nur von sachlichen Gesichtspunkten geleitet sein.“ (Bayr.GO Art. 56)

 

Wir dachten nicht, dass es nötig wäre…

aber wir erinnern einige der Räte doch lieber mal an die Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern
Art. 30, Rechtsstellung; Aufgaben des Gemeinderats:

(1) Der Gemeinderat ist die Vertretung der Gemeindebürger.

(3) Der Gemeinderat überwacht die gesamte Gemeindeverwaltung,
      insbesondere auch die Ausführung seiner
Beschlüsse.


Wir bedanken uns

bei den Gemeinderäten Fink, Lemmer und Kleebauer, dass sie sich die Mühe gemacht haben, die aus der letzten Legislaturperiode stammenden Unterlagen genauestens zu prüfen. Vergeblich haben sie versucht, der Mehrheit der Ratskollegen einschließlich des Bürgermeisters und seiner Stellvertreterin, die Schwachstellen, Ungereimtheiten und sogar Rechtsverletzungen des Vertrages zu erläutern.


Es wurde u.a. mahnend darauf hingewiesen, dass an den 1.Vertrag ein Folgevertrag gekoppelt wurde, welcher der Firma Uhl nun im gesamten Gemeindewald völlig freie Hand lässt, solange das Baurecht dabei nicht verletzt wird.
Der Gemeinde wird laut diesem Vertrag jede Mitbestimmung entzogen
!

 

Aber auch das scheint für die Mehrheit der Räte kein Grund zu sein,
aus dem Vorvertrag auszusteigen.

 

Bis jetzt haben wir uns jeder politischen Äußerung enthalten.

Aber wir geben zu: langsam machen wir uns Sorgen. Während in allen Parteien (Bürgerforum, CSU, SPD) zumindest unterschiedliche Meinungen bzgl. Vertrag oder Realisierung der Windräder existieren, vermittelt sich uns der Eindruck, dass ausgerechnet die Freien Wähler sich wie ein monolithischer Block verhalten, der ohne Wenn und Aber zu Vertrag und Windrädern steht.

Viele Mitglieder unserer Initiative haben diese Gruppierung gerade deshalb gewählt, weil Entscheidungen im Gemeinderat nicht aus Gründen einer Parteidisziplin gefällt werden sollten. Wir können nicht glauben, dass kein einziger Gemeinderat dieser Gruppierung die rechtliche Problematik des Vertrags, die Knebelung der Gemeinde durch den Folgevertrag oder die negativen Folgen der Windräder für Trimmpfad, betroffene Bürger, Naturschutz und Wohnqualität sieht und dann auch im Gemeinderat entsprechend abstimmt.


Wir hoffen immer noch,

dass die Einstellung der Vertreterin des Energievereins im Gemeinderat, die die Räder unter allen Umständen will, nicht zur ausschließlichen Leitlinie der Freien Wähler wird und man das irgendwann auch im Gemeinderat bei Abstimmungen feststellen kann.

 


 Gemeinderat zu sein ist ein verantwortungsvoller Posten und wird nicht umsonst mit einem Eid belegt:

"Ich schwöre Treue dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern. Ich schwöre, den Gesetzen gehorsam zu sein und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen. Ich schwöre, die Rechte der Selbstverwaltung zu wahren und ihren Pflichten nachzukommen, so wahr mir Gott helfe."

 

 


14.06.09   Freudige Nachricht in der Donau-Zeitung:

Windpark Wittislingen vom BUND NATURSCHUTZ abgelehnt!


Der Bund Naturschutz lehnt die bei Wittislingen geplanten Windräder ab.

Der Grund: Sind die Anlagen in Betrieb, sei es nicht mehr möglich, die Belange des Artenschutzes zu wahren. Kreisvorsitzender Dieter Leippert sagte sogar: „Ausgerechnet dort Windenergieanlagen zu errichten, ist aus Gründen des Artenschutzes nicht zu verantworten.“

....

Nachdem der Wald und sein Umland nicht nur eine besondere Vogelfauna beherbergt, sondern auch für verschiedene Fledermausarten ein bedeutsamer Lebensraum zu sein scheint, fordert der Bund Naturschutz, dass für die Windenergieanlagen ein anderer Standort gesucht wird.


 


28.05.09   Freudige Nachricht aus Haunsheim:

Windrad Nr. 5 wurde vom Stiftungsrat abgelehnt!

Fünf Riesen-Monsterlein, die spukten im Revier, das eine hat

jetzt ausgespukt, da waren's nur noch vier.

Vier Riesen-Monsterlein ...

                   .....jetzt geht das Ganze von vorne los !!!!!

 


 

19.05.09  17:30 Uhr        Rathaus Wittislingen

Wir haben den Antrag auf Bürgerentscheid übergeben an Hr. Bürgermeister Hörl.

Uebergabe des Antrages auf Buergerentscheid

Trotz des Zeitmangels konnten wir in nur ein paar Tagen stolze 673 Unterschriften sammeln.

Über die Zulässigkeit unseres "Bürgerbegehrens" muss nun innerhalb von maximal 4 Wochen im Gemeinderat entschieden werden. Der Gemeinderat kann mit einfacher Mehrheit die Durchführung eines Bürgerentscheides beschließen.

Der Bürgerentscheid wird von der Gemeinde spätestens 3 Monate nach der Zulässigkeitsentscheidung durchgeführt.

Briefwahl muss ermöglicht werden!!

Die Details der Durchführung können von der Gemeinde per Beschluss bzw. Satzung festgelegt werden.
Es entscheidet nicht allein mehr die Mehrheit der abgegebenen Stimmen (wie bei jeder Wahl), sondern
diese Mehrheit muss in Gemeinden bis zu 50.000 Einwohnern 20% der Wahlberechtigten betragen.
(in der VG Wittislingen haben wir ca. 1833 Wahlberechtigte. Somit wären das
ca. 370 Stimmen)

zur Verdeutlichung:

d.h. Wenn wir z.B. eine Wahlbeteiligung von 50% erreichen (= ca. 915 Bürger) und davon 51% für uns stimmen, hätten wir es geschafft! Da 466 Stimmen!

d.h. Wenn wir z.B. eine Wahlbeteiligung von 30% erreichen (= ca. 550 Bürger) und davon 60% für uns stimmen, hätten wir es nicht geschafft! Da nur 330 Stimmen! Wir bräuchten in diesem Fall eine Mehrheit von 68%!!


Auch SIE bitten wir eindringlich:  
Informieren & engagieren Sie sich bevor es zu spät ist!
Unterstützen Sie unser Anliegen zum Schutz unserer Heimat mit Ihrer
Teilnahme am Bürgerentscheid
Denn nur durch einen BÜRGERENTSCHEID können wir unser demokratisches Recht wahrnehmen!


Unsere große Chance:

 

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden, die keine Einspruchsmöglichkeit haben (weil das Landratsamt die Entscheidung trifft und ihnen der Baugrund nicht gehört), haben
WIR WITTISLINGER BÜRGER es selbst in der Hand:

Egal, was das Landratsamt entscheidet: der Grund, auf dem die WKAs errichtet werden sollen, gehört in drei Fällen der Gemeinde!

Wir wollen nicht, dass unser Gemeindewald und unser Trimmpfad für Industrieanlagen missbraucht werden!

…und wir können etwas dagegen tun:

 

Stellen wir den Trimmpfadwald als Baugrund doch einfach NICHT zur Verfügung!

 

Es liegt in unserer Hand!



14.05.09  23:00 Uhr: 

Der Gemeinderat von Haunsheim hat die Zustimmung zum Bau des Windparks
einstimmig verweigert!



12.05.09  Gemeinderatsitzung

Der Gemeinderat Wittislingen hat in der Sitzung am 12.05.09 beschlossen, den Bauantrag für den „Windpark Wittislingen“ in der derzeit vorliegenden Form zwar abzulehnen (12:2 Stimmen), aber Windrädern im Gemeindewald grundsätzlich zuzustimmen. (8:6).

Das Landratsamt als Entscheidungsbehörde ist an diesen Beschluss nicht gebunden.

 

„Das Gesamtwohl der Gemeinde Wittislingen
  besteht im Bau der Windkraftanlagen!“

                                                                                              Originalzitat einer Gemeinderätin, Sitzung 12.05.09

Fotomontage Windpark Wittislingen

Ein Gemeinderat wies durch Zitate aus den Protokollen minutiös nach, dass die Räte bei der Unterzeichnung der Vorverträge von völlig anderen Voraussetzungen ausgegangen seien und die Firma Uhl die Bedingungen ständig verändert habe

(z.B. wuchs die Nabenhöhe von 108m über 120m auf 138m an).

 

Erstaunlich ist auch, dass – entgegen einer Entscheidung des Gemeinderats - von der Fa. Uhl keine Windmessungen vorgenommen wurden, sondern man sich bei der Frage nach der Wirtschaftlichkeit auf Erfahrungswerte und die gewaltige Höhe der WKAs verließ.

Einige Räte lehnten einen Bau von Windkraftanlagen im Waldgebiet generell ab, wurden mit dem Antrag aber leider (5:9) überstimmt. Sie appellierten an die Kollegen umzudenken und nun endlich auf die Stimme der Menschen draußen zu hören!   Danke


Ein häufig gehörtes Argument für den Bau der Anlagen war, dass das Gemeinwohl vor dem Eigenwohl zu stehen habe.


  • Wir fragen uns: das Gemeinwohl von wem? Wittislingen wird insgesamt Schaden nehmen: hinsichtlich seines Naherholungsgebiets, der Wohnqualität, des Landschaftsbildes, der Belastungen, die Bürger tragen müssen, des Wertverlustes der Wohnimmobilien.
  • Oder ist gemeint: Das Gemeinwohl der BRD auf Kosten Wittislingens? Muss Wittislingens Beitrag zur Erzeugung regenerativer Energien wirklich zu Lasten von Bürgern und letztlich der ganzen Gemeinde gehen?

 


Was viele noch nicht wissen:

Wittislingen hat bald schon 3 Windkrafträder im Rücken!

Die drei  Ziertheimer WKAs (Höhe ca. 150m) wurden bereits genehmigt und werden direkt an unsere Gemeindegrenze im Braunloch an der Mödinger Steige  gebaut.
(Abstand zur Wohnbebauung: ca. 1,3 km!)

Wittislingen wird in Zukunft von zwei Seiten von WKAs umgeben sein!!!

 

Die Bürgerinitiative für Erhalt der Lebensqualität in Wittislingen“ ist der Meinung:

  • Windkrafträder sind Industrielle Anlagen und gehören nicht in einen Gemeindewald, den die Bürger als Naherholungsgebiet nutzen – egal ob man die Standorte nun ein paar Meter hin und her schiebt!

  • Wir danken denjenigen Gemeinderäten, die sich in den letzten Wochen intensiv mit den Problemen dieses heiklen Projektes auseinandergesetzt haben und auch bereit sind umzudenken.

  • Entscheidungen, die so nachhaltig in unseren Lebensraum eingreifen, sollten direkt & demokratisch von uns Bürgern getroffen werden!

  • Deshalb haben wir einen ANTRAG AUF EINEN BÜRGERENTSCHEID eingereicht.





Mit folgenden Problemen und Befürchtungen sollten wir uns auseinandersetzen:

Zerstörung des Trimmpfads als Naherholungsgebiet für Wittislinger Bürger:

Laut Angaben der "Bürgerinitiative Erlauholz" bei Friedberg, wo der gleiche Betreiber die gleichen Windräder errichtet,  muss zur Errichtung der WEAs eine Waldfläche von wenigstens 12.500 m² gerodet werden. Das entspricht 20 (!) Bauplätzen a 600 m², d.h. jede WEA ist von einem halben Fußballplatz gerodeter Fläche umgeben.

 

Die Windräder mit einer Höhe von ca. 180 m (Ulmer Münster 160 m !!) überragen den Wald um 140 m. Der Mast hat unten die Größe eines Einfamilienhauses (Außendurchmesser 13,2m). Außerdem müssen sehr wahrscheinlich die Wege verstärkt (die Tragfähigkeit für den Kran muss mehr als 100 Tonnen betragen) und neue Wege angelegt werden, was weitere Abholzungen notwendig machen würde. Spaziergänger werden sich zwischen Windrädern bewegen, an deren Rotorspitze eine Geschwindigkeit bis zu 300 km/h entsteht.

 

In Summa bedeutet dies die Zerstörung des Trimmpfads als Naherholungsgebiet einer ganzen Region mit einem in über hundert Jahren gewachsenen Baumbestand! Auch vorgeschriebene Teilaufforstungen (die bei Reparaturen wieder beseitigt werden müssten) würden erst in 100 Jahren einen Teil der Zerstörung rückgängig machen.

 

Vogelschutz:

 

Der Bund Naturschutz kommt in seinem Schreiben „Darstellung des Zielkonflikts: Windfarm Wittislingen und Vogelschutz“ zu dem Ergebnis, dass „bei aller grundsätzlicher Unterstützung der Windenergie eine Windenergieanlage … an diesem Standort nur abzulehnen“ sei.
Gefährdet sind u.a. Rotmilan, Schwarzmilan, Wanderfalke, Uhu, Fledermäuse, Weißstorch.

Erfreulicherweise haben wir in Wittislingen auch endlich wieder ein Storchenpaar auf dem Kirchdach, das z.Zt. mehrere Eier ausbrütet. Bei guter Thermik kann man die Störche beobachten, wie sie stundenlang beim Gemeindewald ihre Kreise ziehen - noch müssen sie nicht befürchten "geschreddert" zu werden.

 

 

Lärmschutz-Schallimmissionen:

 

Laut einem vom Betreiber (!) in Auftrag gegebenem Gutachten, liegen die zu erwarteten Schallimmissionen teilweise extrem knapp unter den zulässigen Höchstwerten.

Ein paar Beispiele:

Oberbechingerstr. (ausgewiesen als reines Wohngebiet):

erlaubter Grenzwert 35 dB(A), zu erwarten: 34,4 (!) dB(A).

Alemannenstr. (ausgewiesen als allgemeines Wohngebiet):

erlaubter Grenzwert 40 dB(A), zu erwarten: 35,5 dB(A)

(über dem zulässigen Grenzwert für ein reines Wohngebiet - das es für die Anwohner ist)

Grünbergweg  (ausgewiesen als allgemeines Wohngebiet):
erlaubter Grenzwert 40 dB(A), zu erwarten 33,7 dB(A).

Beutenstetterhof: (ausgewiesen als Dorf und Mischgebiet):

erlaubter Grenzwert 45 dB(A), zu erwarten: 43,7 dB(A).


Anmerkung:

Für den betroffenen Bürger ist es schwer verständlich, warum manche Anwohner mit maximal 35 dB(A) belastet werden dürfen, anderen dagegen 43,7 dB(A) zugemutet werden kann.

 

Anwohner des Wiesenberges können heute schon die Umgehungsstraße hören, weil sich der Schall am gegenüberliegenden Hang bricht. Selbst für sie, die weit weg von den Anlagen erscheinen, ist eine weitere Schallbelastung zu befürchten.

 

Nachdem die Gemeinden Haunsheim und Unterbechingen ebenfalls betroffen sind, sind von dieser Seite ebenfalls berechtigte Einsprüche zu erwarten.

Laut Auskunft der Bürgerinitiative „Engagierte Menschen zur Erhaltung der Lebensqualität“ in Haunsheim,  lehnen 95% der Haunsheimer Bürger dieses Projekt ab und haben sich in großem Umfang an einer Unterschriftenaktion beteiligt.

 

Schlagschatten:

Laut einem vom Betreiber (!) in Auftrag gegebenem Gutachten muss mit folgenden Beeinträchtigungen durch Schlagschatten gerechnet werden:

Grünbergweg an bis zu 79 Tagen im Jahr ca. 17 Minuten Schlagschatten,

Alemannenstr.: 54 Tage mit 19 Minuten Schlagschatten,

Aussiedlerhof Ries: 130 Tage mit 30 Minuten …

 

Gesundheitliche Gefährdung durch dauerhafte Infrabeschallung:

Die von der Anlage erzeugten nicht hörbare Frequenzen unter 20 Hz. könnten u.a. folgendes bewirken: Erhöhung des Blutdrucks, Vergrößerung der roten Blutkörperchen, Durchblutungsstörungen, … Betroffene Menschen im Umkreis von 3-5 km von Windparks berichten über  Schlafstörungen (82% !!), Herz-Kreislaufproblemen (80%), Kopfschmerzen, starke Belästigungen durch Rütteln von Fenstern und Türen.

Informieren Sie sich z.B. unter www.erlauholz.de.

 

Finanzieller Nutzen?

Nachdem es von Seiten der Gemeinde keinerlei öffentliche Bekanntgaben darüber gibt, welche finanzielle Vergütung der Gemeinde gewährt werden, existieren augenblicklich zwei widersprechende Angaben:

 

  • Nach Aussage eines Gemeinderats wird die Gemeinde Wittislingen weder Gewerbesteuer noch verbilligten Strom bekommen, (der Strom wird in Lauingen eingespeist!), und profitiert lediglich durch die Pacht von ca. 8000 € pro WKA pro Jahr.
  • Nach den im Augenblick dem Landratsamt vorliegenden Standortvorschlägen wären nur noch drei Anlagen auf gemeindeeigenem Gebiet.
    D.h. für gut 10.-€ im Jahr pro Bürger lassen wir es zu, dass unser Trimmpfad nicht wieder zuerkennen sein wird.

    Aussage zwei behauptet, dass die Gemeinde zusätzlich Gewerbesteuer erhält, die nach Wertrückstellungen und Verlustschreibungen spätestens nach 7 Jahren anfallen müsste.

 

Unabhängig davon ist aus unserer Sicht die Zerstörung unseres Naherholungsgebietes aus finanziellen Gründen nicht zu rechtfertigen.

 

Hier stellt sich im Anschluss auch gleich die Frage, ob es richtig war, in den vergangenen Jahren die Ansiedlung von Gewerbe in Wittislingen nicht zu fördern. Denn die Pachteinnahmen durch die Windräder wurden von der Gemeindeführung u.a. als eines der Hauptargumente zur Befürwortung angeführt.

Gäbe es da nicht bessere Ideen, Geld in die Gemeindekasse zu bringen, als die Zerstörung unseres Waldes?

 

Wertverlust von Immobilien:

Durch den Bau des Windparks verlieren „in der Nähe liegende“ Immobilien 20%-30% an Wert, bis hin zur Unverkäuflichkeit, wie Erfahrungswerte in betroffenen Gebieten zeigen.

 

Gemeinderat:

Alle im Gemeinderat vertretenen Parteien haben vor den letzten Wahlen deutlich gemacht, dass ihnen eine lebenswerte Umwelt für alle Bürgerinnen und Bürger ein Hauptanliegen ist. Die betroffenen Gebiete im Westen von Wittilsingen sind durch die Umgehungstraße und den Sendemasten bereits  stark belastet.

Im Sinne der Wahlprogramme sind weitere Belastungen nicht zumutbar.

Der damalige Gemeinderat unter Bürgermeister a.D. Hr. Sing hat in der Sitzung vom 22.01.2008 die vertraglichen Voraussetzungen zum Bau der Windkraftanlagen geschaffen, durch die Zustimmung zum Standortsicherungsvertrag und dem Pachtvertrag. Die Abstimmung erfolgt mit nur 1 (!) Gegenstimme von Fr. Eva Fink.

Eine Reihe von Gemeinderäten haben nun jedoch bei der Sitzung am 21.4.09 deutlich gemacht, dass bei der Besprechung und Planung von einer  Anlage mit 3 WKAs an einem weiter nach Westen verschobenen Standort ausgegangen sei, der  aber wegen einer Graureiherpopulation verändert werden musste. Außerdem sei man bei der 1.Abstimmung über das Ausmass des Projektes viel zu wenig fachmännisch informiert worden. Hier herrsche dringender Nachholbedarf vor der nächsten wichtigen Abstimmung.

Die derzeitigen Planungen mit 5 WKAs und den augenblicklich geplanten Standorten müsse laut einigen Gemeinderäten noch einmal intensiv durchdacht werden. Nachdem einige Gemeinderäte auch die Schall und Schlagschattenbelastungen für zu hoch halten, gibt es keinen Grund, warum der Gemeinderat sich an seinem ersten Beschluss gebunden fühlen müsste.  

 

Schon aus diesen Gründen sollte der Gemeinderat das Thema Windpark am Grünberg noch einmal neu überdenken, die Bürger umfassend informieren und in die Entscheidung mit einbeziehen.
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