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Problematik Windkraft
Problematik Windkraft

Weiterführend zu den ortsgebundenen Argumenten von Wittislingen können Sie sich natürlich auch generell einmal mit dem Thema Windkraft beschäftigen und sich die Frage stellen:

 Windenergie - Eine wirkliche Alternative?

Im Internet haben wir eine sehr treffende Darstellung der Problematik gefunden, zusammengestellt vom Landesverband Landschaftsschutz Niedersachsen:

Die Würde der Landschaft ist ein hohes Gut.
Unter den Ansprüchen technologischer Umweltmaßnahmen droht sie ihr verloren zu gehen.

In ganz Deutschland, insbesondere im Norden der Republik, wachsen Windräder – inzwischen bis zu 180m hoch - aus dem Boden. Durch baurechtliche „Privilegierung“ in Verbindung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ihre Aufstellung ein lukratives Geschäft für die Betreiber. Ziel der Windkraftförderung war es eigentlich den Ausstoß von CO2 in die Atmosphäre zu begrenzen, Ressourcen zu schonen und Ersatz für Atomstrom zu schaffen - aber können wetterabhängige Anlagen das leisten?

Seitens der Betreibergesellschaften von WKA werden zahlreiche Broschüren verbreitet, die den Vorteil von WKA preisen und die Nachteile herunterspielen. Um dieser einseitigen Berichterstattung entgegenzuwirken und einen Beitrag zur Aufklärung für interessierte Bürger zu leisten, ist dieses Thesenpapier erarbeitet worden

1. Behauptet wird:    „Windstrom ist sauber!“

Fakt ist:

Es gibt weder sauberen noch schmutzigen Strom. Leitet man bei Windstrom eine „Sauberkeit“ von der emissionsfreien Herstellung durch windgetriebene Rotoren her, muss man im gleichen Augenblick auch hinter die Kulissen schauen, wo fossil erzeugte Kraftwerksanlagen dafür Sorge tragen müssen, die unstete „vom Chaossystem >Wetter< abhängige Verfügbarkeit von Windstrom durch vermehrten Einsatz von Regelenergie auszugleichen.“ (Dr. Ing. D. Seidel in „Erneuerbare Energien“ 1/2003)
Eine Gesamtökobilanz über Windkraft liegt bis heute nicht vor.

2. Behauptet wird:   „Windkraft ist wirtschaftlich!“  


Fakt ist:

Die Gesamtkosteneiner aus Windenergie produzierten Kilowattstunde betragen durchschnittlich rund das Drei- bis Vierfache der Kosten einer konventionell erzeugten Kilowattstunde (Prof. Elsässer, EON, 7/2002). Daran ändert auch der ständige Hinweis auf die „Folgekosten“ der konventionellen Erzeugung nichts. Hintergrundkosten gibt es bei der Windenergie auch.

Windkraftanlagen erzeugen nur Strom, wenn der Wind weht. Die optimale Leistungsfähigkeit einer WKA wird nur in wenigen Stunden des Jahres erreicht. Alles, was eine WKA unter den verschiedensten Windbedingungen übers Jahr an Strom erbringt, wird unter dem Begriff „Volllaststunden“ zusammengefasst. Das waren im vergangenen Jahr 1547 Stunden, also nur 18% der 8760 Jahresstunden. Dieser Wert ist nicht wirtschaftlich - eine „Wirtschaftlichkeit“ entsteht nur durch die über 20 Jahre gesetzlich garantierte überhöhte Vergütung des Stroms.

3. Behauptet wird: 
„Windkraft erhöht die Versorgungssicherheit!“


Fakt ist:

Das genaue Gegenteil ist der Fall!

Der in Deutschland vorangetriebene Ausbau der Windenergie führt schon heute zu Netzproblemen und wird künftig bei kurzfristigem Wetterwechsel vorübergehende Stromabschaltungen auslösen.                           (Dr. H. Wilckens, Vorstand BKB AG)

Konventionelle Kraftwerke müssen in gleicher Größenordnung wie die Kapazität der WKA  einsatzbereit sein, um die Stromversorgung bei Flaute oder Orkan sicherzustellen und die enorm starken Lieferschwankungen durch Windkraft beherrschbar zu machen. Das vermindert die stets in den Vordergrund gestellte CO2-Einsparung durch WKA.

4. Behauptet wird: 
„Strom aus Windkraft wird nicht subventioniert!“


Fakt ist:

Subventionen im Sprachgebrauch der EU sind direkte Zahlungen aus dem Staatshaushalt an die Wirtschaft. Diesem Vorwurf entzieht sich der Staat, indem er indirekt - z.B. über Steuervermeidungs-Mechanismen - subventioniert, aber auch offen millionenschwere Fördertöpfe bereitstellt und die direkten Kosten dem Stromverbraucher über das Energie-Einspeise-Gesetz (EEG) aufbürdet. Somit handelt es sich sehr wohl um aus den Taschen der Stromkunden und Steuerzahler zwangsweise erhobene Subventionen. Bei einer Vergütung von rund 9 ct. Pro kWh ergibt sich für den Windstrom eine Subvention von 6,5 ct. allein über den Strompreis.

5. Behauptet wird: 
„Die Windenergie schafft Arbeitsplätze“


Fakt ist:

Laut Energiebericht des Bundesministeriums für Wirtschaft vom Jahr 2002 wird jeder der 35.000 Arbeitsplätze in der Windindustrie gegenwärtig mit 150.000 Euro pro Jahr unterstützt, dem Dreifachen des Einsatzes für die vielgescholtene deutsche Steinkohle. Für diesen Betrag wären anderswo ca 100.000 Arbeitsplätze zu schaffen, die keine Landschaft zerstören.

6. Behauptet wird:  
„Durch die Einsparung von CO2 leistet Windenergie einen Beitrag zum Klimaschutz!
Menschgemachte Treibhausgase, vor allem CO2,
fördern die "verhängnisvolle Erderwärmung"


Fakt ist:

Zu allen Zeiten der Erdgeschichte hat es erhebliche natürliche Temperaturschwankungen gegeben (Der Name Grönland leitet sich von Grünland her).

Die Wissenschaft wies - z. B. anhand von Eisbohrkernen - nach, daß diese Schwankungen nicht durch vermehrten CO2-Gehalt der Atmosphäre ausgelöst wurden.

Vorausgesetzt, alle Beteiligten hielten sich brav an das Kyoto-Regelwerk und die derzeitig favorisierten Klimamodelle rechnen richtig, ergäbe sich für das Jahr 2050 eine Verminderung des Temperaturanstieges um 0,07 Grad (Tom Wigley, IPCC). Der geschätzte Kostenaufwand dafür liegt im 3-stelligen Milliardenbereich Dollar/Euro.

Wasserdampf nimmt den Löwenanteil der Gase in unserer Atmosphäre ein und führt unangefochten vor CO2 und Methan. Der Mensch ist nur mit rund drei Prozent an der globalen CO2-Emission beteiligt, den Rest besorgen Ozeane, Böden und Vegetation.

7. Behauptet wird:  

Windkraftanlagen verschandeln nicht die Landschaft,
sie können sogar eine ästhetische Bereicherung sein!“


Fakt ist:

Die Windkraftanlagen, welche die deutsche Kulturlandschaft zunehmend zu einem gleichförmigen Industriegebiet degradieren, betreiben Raubbau an der Natur. Raumordnerische Planungsmöglichkeiten werden einseitig zu Gunsten der baurechtlichen Privilegierung von Windkraftanlagen eingeschränkt. Das hat zur Folge, daß sich nicht nur die sog. Wind-„parks“ flächendeckend ausweiten, sondern auch - entgegen den immer wieder geäußerten Behauptungen - diese gerade in besonders wertvolle und geschützte Landschaften hineingestellt werden.

"Die WKAs sind in die Landschaft gestellte Maschinen, deren negative Auswirkung auf die Gestalt der Kultur- und Naturlandschaft in dem Ausmaß, wie sie an Zahl, aber auch an Höhe zunehmen, wesentlich größer ist als alle Infrastrukturbauten zusammen-genommen. Besonders im Binnenland steht diese Veränderung, die immer mehr auf eine Zerstörung der Landschaft hinausläuft, in keinem Verhältnis zum geringen Beitrag an die Energieversorgung." (Prof. Dr. Binswanger, Institut für Wirtschaft und Ökologie)

8. Bestritten wird:  

der negative Einfluß auf das Wohlbefinden benachbarter Menschen.


Fakt ist aber:

Drehbewegung der Flügel, rotierende Schatten,  hörbarer Lärm sowie unhörbare Frequenzen verursachen erhebliche physische und psychische Krankheitssymptome.

 

Insbesondere der tieffrequente Infraschall  löst höchstes Unbehagen bis hin zu Organ- und Gliederschmerzen aus. Die untere Frequenzgrenze des menschlichen Hörbereiches liegt bei etwa 16 bis 20 Hz. Tieffrequenter Schall, der s.g. Infraschall, liegt aber im Bereich von 1 bis 20 Hz und damit außerhalb des menschlichen Hörbereiches. Wer nichts hört, der kann schon fühlen. Die Auswirkungen derartiger Frequenzen  sind mit einem normalen Meßgerät nicht zu bestimmen. Sie werden als Schwingungen und Erschütterungen wahrgenommen und sind deshalb eher mit seismischen Geräten zu dokumentieren. (ZDF, Abenteuer Wissenschaft, 2.10.02)

 

9. Behauptet wird:    

„Windkraftanlagen haben keine negativen Auswirkungen auf die Tierwelt!“

Fakt ist:

Beobachtungen belegen, daß Vögel durch WKA in ihrer Wanderrichtung abgelenkt werden, ebenso auch ihre Verdrängung von angestammten Brut-, Rast- und Nahrungsflächen. Beeinträchtigungen gerade im küstennahen Bereich sind erheblich.

Der Vogelschlag, d.h. das Erschlagen von Vögeln durch die Rotorblätter, wird von Dr. K. Exo, Institut für Vogelforschung, Wilhelmshaven, mit jährlich 50 Vögeln pro Anlage vorsichtig geschätzt. Bisher nicht ausreichend untersucht wurde die Scheuchwirkung von WKA auf Säuger durch Rotorbewegung und den Wechsel von Schattenwurf und Sonnenlicht.

10. Behauptet wird:  
„Windenergie ist für die beabsichtigte Energiewende unabdingbar!“


Fakt ist:

In modernen Industriestaaten wird Energie hauptsächlich in Form von Öl, Gas und Kohle verbraucht. S t r o m spielt mit einem Anteil von 17% an der Endenergie nur eine Nebenrolle, und der Windenergieanteil in dieser Nebenrolle beträgt wiederum nur 4-5%. Hinzu kommt, daß die gemeldeten jährlichen Zuwächse an Windstrom durch den ständig steigenden Stromverbrauch mehr als aufgezehrt werden. Das erklärt u.a. auch, weshalb die Verwirklichung der nationalen Ziele zur Reduzierung der Kohlendioxyd-Emissionen nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in aussichtsloser Ferne liegen.

11. Behauptet wird: 
„Durch einen Wind-„park“ werden Tausende von Haushalten versorgt!“


Fakt ist:

Zur Versorgung gehört Verfügbarkeit rund um die Uhr, Tag für Tag. Diese Voraussetzung erfüllt Windstrom nicht!

12. Behauptet wird:  „Windräder sind ein Exportschlager!“


Fakt ist:

In Deutschland hat sich inzwischen mehr als die Hälfte der weltweit installierten Windkraft breitgemacht. Die deutsche Windindustrie stellte im Jahr 2002 lt. BWE über 90% ihrer MW-Leistung hier auf. Allein der Zubau im ohnehin schon stark belasteten Niedersachsen übertraf 2002 mit 573 neu aufgestellten WKA den gesamten Export des gleichen Jahres um nicht weniger als 207 Anlagen. Warum ist das so? In Deutschland sind Baugenehmigungen dank des „Privilegierungs-Paragraphen“ am leichtesten durchzusetzen.

„Die Auslandmärkte sind nicht - wie von Einigen erwartet – angesprungen“ gab der Repower-Chef Prof. Dr. Fritz Vahrenholt angesichts entsprechender Börsenzahlen in einem Interview in der WamS im Februar 2003 zu.

13. Behauptet wird: 

„Die Mehrheit der Deutschen befürwortet den weiteren Ausbau der Windenergie!“

Fakt ist:

Durch Fehlinformation, allein durch den Ausbau der Windenergie und Erhöhung der Ökosteuer könne man extreme Wetterereignisse (Sommerflut) sowie den durch eine Klimakatastrophe verursachten Weltuntergang vermeiden, wird die Bevölkerung eingeschüchtert, so daß sich tatsächlich viele Menschen in Befragungen positiv zur Windenergie äußern.

Widerstand formiert sich erst, wenn die Windräder an die (eigenen) Häuser vorrücken und zur persönlichen Bedrohung werden. Die Existenz von Hunderten von Bürgerinitiativen spricht für sich. Ist erst mal der Wertverlust der eigenen Immobilie - bis zu 50% nach Auskunft von Fachleuten - durchgeschlagen, der Dorffrieden hin - weil sich einige Nutznießer und viele Windkraftgeschädigte feindlich gegenüberstehen - der früher freie Blick auf den Horizont verstellt, kippt die Stimmung.

Mit dieser verschärften Lage wird es für die Windindustrie immer problematischer, neue Standortplanungen durchzusetzen. Das ist nur noch gegen den Willen der Bürger, unter Aufbau von Drohkulissen und gelegentlich unter Zuhilfenahme großzügiger Geldgeschenke möglich.

(c) Landesverband Landschaftsschutz Niedersachsen e.V. - www.LLS-Nds.de

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